Hitting with the Chrissis – Gewichtsverteilung

In dieser Kolumne möchten wir kleine Tipps geben über alles was mit Hitting zu tun hat, von der Keule und den Batting gloves bis zur Pitchselection.
So werden wir in jedem Artikel - abwechselnd die eine, die andere Chrissi oder beide zusammen - über Dinge sprechen, die wir in den Jahren die wir nun schon spielen als hilfreich oder interessant erfahren haben. Unser Hitting-Tipp soll einfach nur einen kleinen Denkanstoß geben jeden Monat, den dann jede Spielerin auf ihre Art und Weise nutzen kann.
Wir freuen uns auch immer über Vorschläge oder Fragen von Euch bezüglich der Themen.

Die Chrissis :)

Gewichtsverteilung

„Keep you weight back“ – diesen Satz hören wir oft, wenn wir beim Schlagtraining sind. Warum eigentlich? Wozu ist es gut? Im Folgenden möchte ich kurz auf diese Fragen eingehen.

Wenn wir beim Schlagen unser Gewicht hinten haben, dann sind wir in der Lage:
1. unseren Schlag mit der kompletten uns zur Verfügung stehenden Kraft auszuführen und
2. uns an die Off-Speed-Pitches anzupassen.

Zu 1.: In der Ausgangsposition beim Hitting sollte unsere Gewichtsverteilung 60-40% sein, d.h. auf dem hinteren Bein sind 60% unseres Gewichts. Dies hat den Vorteil, dass das vordere Bein, das nur mit 40% belastet ist, ohne Probleme einen „step“ oder „trigger“ machen kann, um die Schlagbewegung einzuleiten. Der andere Vorteil ist, dass wenn das Gewicht inklusive der Hände hinten ist, man auch die ganze Kraft, die man einsetzt beim Schlagen, mitnimmt. So schlägt man quasi mit dem ganzen Körper (Arme, Rücken und der Hüfte) – wäre das Gewicht vorne, würde man nur aus den Armen schlagen. Nachdem der Schlag ausgeführt wurde, sollte die Gewichtsverteilung immer noch 60-40% sein.

Zu 2.: Ist das Gewicht die ganze Zeit hinten, so ist man auch besser gegen Off-Speed-Pitches gewappnet. Oft erkennt man z.B. einen Change-up erst, wenn er schon unterwegs ist und hat bereits seine Schlagbewegung begonnen. Ist aber das Gewicht die ganze Zeit hinten, so kann man seine Bewegung kurz „anhalten“ (z.B. nach dem step noch nicht anfangen, die Hände nach vorne zu bringen). Dadurch kann man trotz eines kurzen „Stopps“ mit der vollen Power in den Schlag gehen, ohne wertvolle Kraft, die man durch das zu frühe nach vorne Gehen bzw. „Fallen“ verliert, zu verschenken.

DRILLS

Drill 1: Ball an der Verse
Man stellt sich mit beiden Füßen auf eine Linie. Ein Tennisball wird 10cm rechts neben die hintere Verse (für Rechtshänder) gelegt. Nun führt man die Schlagbewegung durch; durch das Hintenlassen des Gewichts und eine schnelle Drehung auf dem hinteren Fuß wird der Ball angestoßen und sollte parallel an der Linie entlang rollen.

Drill 2: „Mashing a bug“
Diese Übung ist vor allem gut für jüngere Spieler. Hierbei wird dem Hitter gesagt, dass er sich vorstellen soll, einen Käfer (für Tierfreunde kann man natürlich auch einen Zigarettenstummel nehmen) während des Schlagens zu zertreten. Durch die kräftige Drehung auf dem hinteren Fuß ist das Hintenlassen des Gewichts garantiert.

Drill 3: Styroporbälle
Bei dieser Übung werden im Wechsel normale und Styroporbälle gepitcht. Die Styroporbälle fliegen viel langsamer und sind deswegen mit Off-Speed-Pitches vergleichbar; da man bei diesen noch bewusster darauf achten muss, das Gewicht hinten zu lassen, dient die Übung besonders zur Kontrolle.

Drill 4: Kontrolle:
Die beste Kontrolle, die sich uns bietet ist wie immer eine Videokamera. Hierbei können wir uns am besten selbst beobachten und sehen, ob wir mit unserem Gewicht hinten sind, uns aber nicht „setzten“ und dadurch wertvolle Kraft verschwenden.


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