Basic Strategy: Reading Hitters

Als ich begonnen habe zu Catchen fand ich das das Größte was man beim Softball tun kann. Aber nach einer gewissen Zeit fand ich es fast langweilig immer nur den Handschuh in die Mitte zu halten, damit mein Pitcher dort hinein werfen kann. Ich begann Zeichen zu geben. Diese beliefen sich zwar nur auf den Fastball und in- und outside, aber es war eine Aufgabe, die ich hatte. Daraus entwickelte sich mit der Zeit immer mehr. Ich fand heraus, dass inside Bälle eher zu 3rd Base und SS geschlagen wurden und outside Bälle mehr zu 2nd und 1st Base. Je nach Situation ergaben sich somit Möglichkeiten Läufer auf Base leichter auszumachen.
Dies sind natürlich nicht die einzigen Aspekte, die beim „Calling the game“ zu betrachten sind. Zu wissen, zu welcher Schlagfrau welcher Pitch am besten passt kann ganze Spiele entscheiden. Im folgenden möchte ich typische Fallbeispiele erläutern.

Ein guter Catcher sollte mit der Zeit lernen die Stärken eines Hitters zu erkennen und den Pitcher dort nicht hinwerfen lassen.

I Wie und wann kann ich das tun?

Swings beobachten:

  • bei Warm Up
  • im „on deck“ Circle
  • beim „at bat“ selbst (bei missed swings)

II Auf was soll ich achten?

1. Fußstellung:

a) open stance (der Batter steht mit seinem vorderen Fuß weiter von der Homeplate weg, als mit dem hinteren)
-> Batter schlägt inside Bälle besser, als outside Bälle, da er diese besser erreichen kann, als ouside.

b) close stance (der Batter steht mit seinem vorderen Fuß näher zur Homeplate, als mit dem hinteren)
-> Outside Bälle können besser getroffen werden, als inside.

2. Gewicht:

a) Hat die Schlagfrau ihr Gewicht und ihre Hände immer hinten und wartet auf den Ball, um dann schnell mit den Händen nach vorne zu kommen, so ist sie in der Lage den Change Up zu schlagen
b) Fällt die Schlagfrau mit ihrem Gewicht nach vorne und steht auf dem vorderen Bein, so ist sie sehr anfällig auf einen Geschwindigkeitswechsel, weil sie nicht mehr in „Balance“ ist

3. Hände:

a) schnelle Hände (d. h. Batter ist in der Lage schnell mit den Händen nach vorne zu explodieren)
-> inside Bälle können meist gut geschlagen werden

b) langsame Hände
-> Vorsicht bei outside Bällen! Da der Batter nicht schnell mit den Händen zum Ball geht können outside Bälle besser getroffen werden, weil man für diese mehr Zeit hat sie zu treffen, als für inside Bälle

c) absinkende Hände (Hände gehen nicht direkt zum Ball, sondern fallen erst nach unten, bevor sie zum Ball gehen)
-> Batter ist anfällig auf hohe Pitches, da diese zu Pop Ups führen können

d) Wide Swing (Hände gehen nicht direkt zum Ball, sondern entfernen sich erst vom Körper, bevor sie zum Ball gehen)
-> Batter anfällig auf inside Bälle high und low. Outside kann gut geschlagen werden, weil die Hände spät nach vorne kommen

4. Gesamterscheinung des Batters:

– aggressiver Batter
-> anfällig auf Change Ups, da sie ungeduldig sind und meist zu viel auf einmal wollen

5. Position zur Homeplate:

a) nah
-> inside Bälle können nicht so gut getroffen werden

b) weiter entfernt
-> outside Bälle können nicht so gut getroffen werden

III Situationsbedingtes Calling

Je nach Situation möchte man, dass der Ball von der Schlagfrau auf die rechte oder linke Seite des Feldes geschlagen wird. Dies kann auch abhängig sein von der Stärke der Infielder (ist der SS der stärkere Spieler bevorzugt die Defense, dass die Bälle eher auf die Seite des SS gehen)

1. Läufer auf 1 (Double-Play-Situation; 0 oder 1 Aus):
-> man will, dass der Ball zu einem der Middle Infielder geschlagen wird, um ein Double Play zu erzielen
-> vermeiden, dass der Ball zu 1st Base geht, da 1st Base eine komplette Drehung machen müsste, um den Ball an 2 zu werfen
-> Bälle sollen grundsätzlich im Infield bleiben
-> low in/out, Change Up

2. Läufer an 2 bzw. 1 und 2 (0 oder 1 Aus):
-> Ball sollte immer zur linken Seite geschlagen werden, damit SS und 3rd Base den Läufer halten können und ein Aus erzielen oder das forced out an 3 machen können
-> Inside fast als Strike und als Ball (noch mal eine Ballbreite weiter zur Innenseite)

3. Läufer an 3 (0 oder 1 Aus):
-> Bälle sollten zu Corners, weil diese den Ball schnell haben und die Läufer dadurch am scoren gehindert werden
-> Hier ist zu vermeiden, dass ein hoher langer Ball durch die Offense erzielt wird (tag up!)
-> Tiefe Bälle inside und outside
ANMERKUNG:
Diese Tipps sind Grundlagen, die man nie außer Acht lassen sollte. Die meisten Erfahrungen macht man allerdings im Spiel und – so schmerzhaft es ist – durch Fehler. Meine Erfahrungen haben gezeigt, dass ich nicht immer die Schwäche der Batter ausnutzen muss, sondern auch, zu ihren Stärken kommen kann. Dies klappt meistens dann, wenn sie nicht damit rechnen, dass jetzt ihr „Lieblings“ Pitch kommt.


Autor des Artikels: Download Artikel als PDF

Der gesamte Inhalt dieser Webseite unterliegt dem Urheberrecht, jeglichen Veröffentlichung von Texten oder Bildern bedarf der ausdrücklichen Zustimmung des jeweiligen Autors. Anfragen bitte über Kontakt