Charging the ball

„Charging the ball“ – diese Fertigkeit gehört wohl zu den am meisten vernachlässigten und unterschätzten im Softball. Dabei können diese agressiven Plays, deren Gelingen von gerade dieser Fertigkeit abhängen, regelmäßig ganze Spiele entscheiden.

Technik:

  • auf den Ball loslaufen; wir laufen möglichst schnell, aber kontrolliert; der Oberkörper ist nicht die ganze Zeit gebeugt, sondern neigt sich erst bei den letzten beiden Schritten vor dem Catch zum Boden.
  • beim Beugen senken sich beide Schultern parallel zum Boden. Wichtig ist, dass man beim Catch wirklich tief ist mit dem Oberkörper und die Beine nicht zu steif sind, sondern sich auch leicht beugen. Man sollte sich eine Schaufel vorstellen, die in den Boden gräbt. Dabei bleiben die Augen die ganze Zeit auf dem Ball bis er im Handschuh ist.
  • die Aufnahme des Balles findet im Laufen statt. Dabei sollte das Bein der Handschuhseite beim Fangen vorne sein. Man sollte allerdings auf keinen Fall
    seine Schritte verlangsamen um genau mit dem richtigen Bein vorne zu sein. Mit der Zeit und einiger Übung werden sich Schrittfolge und Timing einspielen.
  • der Ball wird an der Seite des Körpers aufgenommen, aber nicht zu weit hinten. D.h. nicht direkt neben dem Fuß, sondern leicht schräg vor dem vorderen Fuß, um so den Ball mit den Augen leichter bis in den Handschuh verfolgen zu können.
  • der Catch selber wird mit einer scoop-Bewegung durchgeführt, wie es zum Beispiel die Corners, also 1st und 3rd Base oft tun müssen. Dabei wird der Ball in einer Vorwärtsbewegung, wieder gleich einer Schaufel, aufgenommen. Das Handgelenk klappt dabei nach Ballaufnahme nach oben und der Handschuh muss dann so schnell wie möglich zum Ohr der Wurfarmseite gebracht werden, um sofort den Wurf ausführen zu können. Dies alles sollte nach einiger Übung in einer flüssigen Bewegung möglich sein.
  • für den nun folgenden Wurf gilt: kein 2-step!!!, sondern aus dem Laufen werfen!
    Damit der Ball möglichst schnell wieder losgelassen werden kann und der Wurf genau wird (oft sind es tag plays, sodass der Wurf unbedingt auf Kniehöhe und auf der richtigen Seite ankommen muss), ist der Wurf fast ein dart throw, wie er in run downs verwendet wird. Da die Distanz zum Ziel sich durch das schnelle Hinbewegen zum Ball sehr verkürzt, ist es nicht mehr nötig, weit aus zu holen. Es genügt ein sauberer Einsatz von Handgelenk und Unterarm over the top des Balles.

Vergesst nicht: je schneller Ihr den Ball nach dem Catch zur Wurfschulter bringt und je weniger Schritte Ihr braucht, bevor der Ball wieder Eure Hand verlässt, desto eher wird das play ein Erfolg!


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