Diving Catches

Warum reden wir diesen Monat über Diving Catches für Catcher? Das ist sehr einfach, weil wir unsere Spieler in die Lage versetzen wollen, alle möglichen Bälle zu fangen, besonders die, die unmöglich zu sein scheinen aber das Spiel entscheiden können.
Solche Catches kommen nie von selbst, sondern erst wenn die motorische Erfahrung der Spielerinnen so weit ist, dass sie es „plötzlich“ für möglich hält. Zuerst aber unterscheiden wir verschiedene Arten von Diving Catches zu verschiedenen Zwecken.

Es gibt 2 verschiedene Arten von Diving Catches:

  1. bei einem Wild Pitch, der zu weit weg ist um zu blocken;
  2. bei einem Pop Up.

Technik

Mit kleinen progressiven Übungen, soll die Angst vor dem Fallen abgebaut werden.

1. Übung
Startposition: kniend
Der Coach wirft von vorne Bälle rechts und links vom Fänger.
Leicht getosst, Entfernung vom Coach nicht mehr als 5 Meter.

  • Spieler sollte nicht auf der Schulter landen –> Catchposition ist auf dem Bauch
  • nicht von hoher, aufrechter Oberkörperhaltung direkt nach unten fallen lassen, sondern Oberkörper zuerst absenken
  • Arm ausstrecken, Augen auf dem Ball lassen bis der Ball im Handschuh ist
  • Kopf nicht extrem in den Nacken legen, weil die Verletzungsgefahr zu groß ist

!!!Tosser sollte nicht zu fest werfen, aber wichtig ist, dass es keine „Bogenlampen“ sind. Spieler sollte sich auch wirklich ausstrecken müssen –> Ball also nicht zu nah zum Spieler werfen!!!

2. Übung
Startposition: aus der Hocke (Catcherposition)
Bälle werden wie in Übung 1 geworfen.
Allerdings wird die Entfernung vergrößert.

  • da der Coach die Distanz erhöht, muss der Fänger sich mehr aus der Hocke abstoßen, um den Ball zu erreichen.
  • Fänger muss darauf achten, dass der Oberkörper tief bleibt, um nicht zu hart nach dem Catch auf den Boden zu fallen

3. Übung
Startposition: im Stehen
Bälle werden nun vom Coach sehr weit links und rechts geworfen.
– wichtig ist, dass der Fänger nach dem Catch nicht einfach umfällt, sondern wie auch beim Head-First-Slide und bei den Vorübungen zum Boden gleitet.

Übung für Wild Pitches

Wenn man erst mal die Angst vorm Hinfallen überwunden hat, wird der Sprung nach dem Wild Pitch fast automatisch ausgeführt. Als Übung kann der Coach sich auf den Pitcher Hügel stellen und pitchen. Ab und zu sollte er einen Wild Pitch einfügen, damit der Catcher nach diesem Ball diven muss.

!!! Hier ist gerade bei sehr jungen Catchern darauf zu achten, dass sie das Blocken nicht vergessen. Erfahrungsgemäß finden sie sehr viel Spaß daran, den Bällen hinterher zu springen, also auch solchen, die nicht unbedingt durch einen Dive zu fangen sind!!!

Übung für Pop Ups:

Hier gibt es zwei Arten von Pop Ups

  1. kurze Pop Ups: das sind Bälle, die nicht sehr hoch und weit weg fliegen und nur durch die schnelle Reaktion aus der Catcherhocke gefangen werden können.
  2. lange Pop Ups: das sind Bälle, die nur halb hoch fliegen, aber trotzdem einige Meter entfernt sind, so dass der Catcher ein paar Schritte machen muss, bevor er den Ball fangen kann.

Übung:
Der Coach stellt sich hinter den Catcher. Er tippt dem Catcher auf die Schulter, damit der weiß, in welche Richtung er sich drehen muss. Der Ball wird entweder als kurzer oder langer Pop Up geworfen.

Anmerkungen:

  1. Der Catcher muss sofort bei einem Pop Up reagieren, deswegen darf die Maske nicht vorher runtergerissen werden. Die Gefahr über oder auf die Maske zu fallen ist zu groß. Außerdem bleibt nicht genügend Zeit!
  2. Geht ein kurzer Pop Up ins Feld muss sich der Catcher 100%ig sicher sein, dass er den Ball fangen kann. Springt der Catcher nach vorne kann den Ball aber nicht festhalten rollt der Ball, durch den Backspin vom Schlag, nach hinten Richtung Backstop aus dem Feld. Dadurch ist der Ball fair und rollt in eine Richtung, in der niemand steht.

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