Faktoren II: Ausdauer – Kraftausdauer

Kraftausdauer
wird bei Haltearbeit oder aufeinanderfolgenden Krafteinsätzen gegen größere Lasten verlangt. “Größer“ bedeutet hier 30% der eigenen Maximalkraftleistung und mehr.
Die Kraftausdauer zeigt die Widerstandsfähigkeit des Sportlers gegen Ermüdung bei statischen und dynamischen Kraftleistungen.

Mit Ausdauer wird allgemein die Widerstandsfähigkeit gegen Ermüdung bei der Ausführung einer Sportart bezeichnet. Gut entwickelte Ausdauer bildet die Voraussetzung, dass eine bestimmte Leistung über eine längere Zeit erbracht werden kann. Wenn die sportspezifischen Bedingungen so beschaffen sind, dass Sauerstoffaufnahme und Sauerstoffverbrauch annähernd im Gleichgewicht bleiben, spricht man von aerober Ausdauer. Die Belastung ist dabei weniger intensiv, muss aber lange durchgehalten werden. Aerobe Ausdauer stellt z.B. die Voraussetzung für alle Leistungen über mehr als 10 Minuten dar.

Daneben gibt es die anaerobe Ausdauer. Hier ist die Belastungsintensität sehr hoch; es muss eine Sauerstoffschuld eingegangen werden, weil die Deckung des Sauerstoffbedarfs in der Leistungsphase auf aerobe Weise nicht gelingt. Der anaeroben Ausdauer kommt vor allem für eine längere Sprintstrecke entscheidende Bedeutung zu.
Bei Sportarten, die kontinuierliche Leistungen über einen Zeitraum von 2 – 10 Minuten verlangen, wird sowohl die aerobe als auch die anaerobe Ausdauerkapazität des Sportlers beansprucht.

Allgemein gesagt: Je länger die Belastung, desto stärker wird die aerobe Ausdauerfähigkeit beansprucht und umgekehrt.
Die aerobe Ausdauer bildet ferner die Grundlage für schnelle Erholung in Training und Wettkampf.

Sie muss deshalb auch in Sportdisziplinen gefördert werden, die scheinbar keine Anforderungen an die aerobe Ausdauer stellen. (z. B. Sprint; IF; P; C)

Entwicklung der allgemeinen Ausdauer

Die Entwicklung der allgemeinen Ausdauer sollte folgendes Ziel verfolgen:
Das Ausdauertraining mit allgemeinen Körperübungen in Verbindung mit den entsprechenden Trainingsmethoden übt einen sehr starken Einfluss auf das Herz/Kreislauf-System, die Sauerstoffaufnahme, die Kapillarisierung, den Stoffwechsel und damit auf das Niveau der aeroben Kapazität aus.

Hier Trainingsmethodischen Grundsätze:

  • Schwimmen
  • Skilanglauf
  • Eislauf
  • Radfahren /Ergometer-Fahren
  • Spiele
  • allg. Kraftausdauertraining in Form von Kreistrainings

Analog des Ausdauertrainings mit speziellen Trainingsformen:

  • Dauerlauf
  • Tempoläufe
  • kann das Ausdauertraining mit allgemeinen Trainingsformen unter dem Aspekt der Energiegewinnungsprozesse eingeteilt werden in Belastungen im
  • aeroben Bereich
  • aerob-anaeroben Übergangsbereich sowie
  • anaeroben Bereich.

Die Belastungssteuerung sollte aktuell und praktikabel in den Trainingseinheiten unter Beachtung, der Puls -Vorgabe/Richtwerte erfolgen.

Belastungen im aeroben Bereich

Diese sind keine Haupttrainingsinhalte und werden nur bei Wettkämpfen, Tests und Kontrollen erreicht.
Die Entwicklung bzw. der Erhalt der allg. Ausdauer erfolgt schwerpunktmäßig in den Mesozyklen der allgemeinen Vorbereitung, in Trainingsphasen zu akzentuierten Entwicklung der Grundlagenausdauer und in Entlastungs- bzw. Wiederherstellungsphasen.

Das Niveau der aeroben Leistungsfähigkeit ist Voraussetzung für eine qualitativ gute Ausbildung der speziellen Ausdauer und geht dieser stets voraus.

Selma Dilek Babayigit


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