Flyballs fangen

 1. Flyballs fangen

Die Position des Outfields wird allzu oft in „unserem“ Softball unterschätzt und es ist sehr selten einen Coach zu finden, der bei dem Aufbau einer neuen Mannschaft in die Outfield Position investiert. Normalerweise beschäftigt man sich vielmehr mit dem Pitcher und Catcher, dem Shortstop und dem Firstbase usw bis man allmählich auch zu den letzten drei kommt, die „da hinten“ spielen.

Wenn man aber auf internationales Niveau kommt, entdeckt man das Gegenteil: die Teams mit den besten Outfieldern und mit den best trainierten Defensive Schemes gewinnen, auch wenn das Pitching nicht unbedingt zum Top Level gehören sollte.
Die Fertigkeiten der Outfielder sind verschiedene. Wir werden versuchen, sie Woche nach Woche einzuführen und einige Hinweise und Drills anzubieten.

Hier ist eine erste Checkliste im Bereich FANGEN, die wir für das erste Jahr benutzen können:

  • flyballs über dem Kopf
  • kurze flyballs vorne
  • flyballs auf die Seiten
  • flyballs bis drei Schritte hinten
  • groundballs vorne, auf die Seite – infield Position
  • safety catch
  • scooping catch

Wie gesagt werden wir allmählich ins Detail gehen.

FLYBALLS – GRUNDTECHNIK

Warteposition

  • beide Hände über dem Kopf, entspannt
  • Handschuh leicht seitlich gehalten, um den Ball nicht zu droppen; Daumen zum Himmel
  • Ausgewogene, athletische Warteposition unter dem Ball
  • Linker Fuss ein Schritt vor dem anderen

Catch

  • Den Ball schon auf dem Wurfschulter fangen; Hände kommen zusammen runter auf rechten Schulter und bereiten sich zum Werfen
  • Beim Catch Gewicht 60% auf hinterem Bein

Wurfbewegung

  • Zwei Schritte zum Werfen (rechter – linker); Füsse in die Richtung vom Ziel stellen
  • Beim rechten Schritt Hände fallen lassen und aufholen hinten
  • Beim linken Schritt den Ball über den Kopf bringen und werfen
  • Follow-through: den rechten Fuss nach vorne bringen und Oberkörper leicht beugen (following the throw)

FLYBALLS VORNE

Hauptsache der Outfield findet sich in einer Warteposition von dynamischem Gleichgewicht, das heißt stabil und neutral genug , um in alle Richtungen zu laufen und den geschlagenen Ball zu fangen aber aus keinem stetigen Start, damit seine Beschleunigung überhaupt möglich wird.
Das erinnert uns an eine Warteposition der TENNISSPIELER, die auf beiden Füssen leicht schwanken, um in alle Richtungen springen zu können.
Für kurze Flyballs ist am wichtigsten, wann wir den Ball VON DEM SCHLÄGER fliegen sehen. Der erste Schritt ist eigentlich entscheidend, um den Ball zu fangen. Allzuoft vergisst man das Timing und die „Lektüre“ des Balles zu trainieren und man verwechselt das mit reiner Laufgeschwindigkeit.
Also wichtig ist der sogenannte „BALL SENSE“ mehr als die pure Geschwindigkeit.
Ein guter Outfielder kommt immer unter dem Ball und wartet.
Versuchen wir alle Formen von Faulheit und Zögerung auszuschalten und immer mit voller Geschwindigkeit unter dem Ball zu kommen: es muss eigentlich noch einen Augenblick geben, um den Ball richtig (= sicher) zu fangen.

FLYBALLS – SEITLICH

Auch hier ist der allererste Schritt der Schlüssel zum Ganzen.
Um uns seitlich zu bewegen und einen Ball zu fangen – sowohl ein Grounder als ein Flyball – müssen wir zuerst einen DROP STEP in die Richtung des Balles machen: dabei verstehen wir einen Schritt nach hinten, der eine seitliche Öffnung des Körpers ermöglicht.

TIPP: Vergessen wir nicht die Arme bei der Änderung der Laufrichtung!

Bei Seiten-Flyballs bewegen wir uns immer in einem Halbkreis HINTER dem Ball.

Nächsten Monat werden wir das Thema der Flyballs erweitern und in schwierigere Aspekte vom Outfield Play treten.


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