Hitting Inside & Outside

Viele Hitter haben eine natürliche Vorliebe für das Schlagen von Inside oder Outside Pitches. Häufig resultiert dies daraus, dass ihre Schlagtechnik mit den Anforderungen die es braucht um den jeweiligen Pitch schlagen zu können zu grossen Teilen übereinstimmt. 
Lange Zeit konnte man sich als Hitter gut behaupten auch wenn man nur seine „bevorzugten“ Pitches wirklich solide schlagen konnte.


Mit dem Wissen jedoch, dass die Pitcher immer besser werden muss man sich definitiv damit beschäftigen auch die Bälle auf der „anderen“ Seite der Strikezone schlagen zu lernen.

1) Der Kontaktpunkt

WICHTIG: Das Verhältnis des Körpers zum Ball bestimmt darüber ob ein Pitch als inside oder outside geschlagen wird und nicht die Lage des Balles über der Homeplate.

Inside Pitch
Dieser Ball ist schwierig zu schlagen, da er sehr früh erkannt werden muss und dem Hitter nur wenig Zeit zu reagieren bleibt. Der Kontaktpunkt muss mindestens einen halben Meter vor dem Vorderfuss des Hitters sein. Diese Distanz ist wichtig damit man zu einer vollen Extension der Arme kommen kann.

Outside Pitch
Ist einfacher zu schlagen, weil mehr Zeit bleibt den Ball einzuschätzen. Gleichzeitig ist es aber auch nicht immer einfach die Geduld zu warten aufzubringen. Gute Armextension erzielt man bei Ballkontakt auf Höhe des Knies des hinteren Beines.

 

Checkliste für:


2) Hitting the inside

  • 
Gute Geschwindigkeit im Schwung
  • Viel Hüftrotation (beinahe 90°)
  • 
Guter Pivot
- Kontakt mit Ball vor der Homeplate
  • 
Hände vor dem Körper
  • Wenig bis keine Verzögerung im Schwung

Zeichen eines schlecht geschlagenen inside Balles:

  • 
Ball trifft Bat nahe bei den Händen
  • Elektrisierender Schlag in den Händen
  • 
Es gelingt nicht den Körper in eine optimale Schlagposition zu bringen, daraus resultiert ein langsamer Groundball ins Infield.



3) Hitting the outside


  • Hände körpernah
  • Gleicher Schwung wie für Inside
- Weniger Hüftrotation
  • Etwas längere Verzögerung im Schwung
  • 
Hände bleiben möglichst lange in Startposition
  • Kontakt mit Ball auf Höhe des hinteren Knies

Mögliche Schwierigkeit:

  • schlechte Körperstellung beim Schlag, da man sich glaubt nach dem Ball strecken zu müssen.
    Resultat: Schlechter Kontaktpunkt am Schläger und somit auch keine Kraft und Geschwindigkeit im Schlag.

4) Gemeinsamkeiten

  • 
Der Ballkontakt erfolgt vor der Extension der Arme
  • 
Die Hände bleiben möglichst körpernah
  • Verzögerung der Schlagbewegung wobei die Hände in Startposition bleiben

Oft hört man die Aussage „den Ball schlagen wo er gepitcht wird“ – doch was heisst das? 
Man kann es auf diesen Nenner bringen: 
Verzögerung des Schwunganfangs gemäss dem Pitch, Ballkontakt während man mit dem Körper in einer guten, stabilen und kraftvollen Schlagposition ist und den Ball mit dem Sweet Spot des Schlägers schlagen.
Für eine rechts schlagende Person bedeutet das den Inside ins Leftfield zu pullen und den Outside in die rechte Feldhälfte zu schlagen. WICHTIG: Nie versuchen einen outside Pitch zu pullen – daran sind schon unzählige Hitter (auch spätere Profis) gescheitert.

DRILLS

Drill 

1
Tossen der Bälle auf den Inside Kontaktpunkt.


Material: 2 Personen, Bälle, Bat
Wichtig: Kontrolle der Flugrichtung der geschlagenen Bälle und des Kontaktpunktes. Mit Zielen arbeiten – ein Screen eignet sich gut dafür.

 

Drill 

2
Tossen der Bälle auf den Outside Kontaktpunkt


Material: 2 Personen, Bälle, Bat
Wichtig: Kontrolle der Flugrichtung der geschlagenen Bälle und des Kontaktpunktes. Mit Zielen arbeiten
ACHTUNG: Der Tosser MUSS hinter einem Screen sitzen!! die Gefahr getroffen zu werde wäre viel zu gross!
 Der Screen erfüllt hier gleich 2 Funktionen: Schutz und Kontrollziel

 

Drill 

3
2 Batting Ts oder ein Doppel T


Dies ist eine Übung für Fortgeschrittenere, die Form des Schwunges sollte nicht verändert werden.

Material: 2 Batting Ts oder ein Doppel T, Bälle, Bat. Gruppe zu max. 3 Personen
Vorgehen: Normale Battingposition, auf Kommando schlagen des inside oder des outside Balles


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