In the zone

Schon letzten Monat haben wir die Bezeichnung „the Zone“ eingeführt, was meinen wir aber damit?
Es handelt sich um einen geistigen und körperlichen Zustand, wobei der Spieler sich vertraut fühlt und alle Spielzüge routinehaft durchführt. In englischen Worten heißt es „unconscious competent“: Er handelt fast unbewusst, deswegen braucht er nicht zu überlegen (und auch nicht an seinen Entscheidungen zu zweifeln) aber er ist in der Lage, technisch richtige Wahlen zu treffen, weil er schon ein gutes Niveau Spielerfahrung erreicht hat.

Dieser Zustand kommt erst nach einigen anderen Phasen, die wir so zusammenfassen könnten:

  1. „unconscious uncompetent“ = > der absolute Anfänger! Er kann nicht spielen, weiß aber selber nicht, was er falsch macht.
  2. „conscious uncompetent“ = > nach einer Weile weiß er genug, um seine Fehler zu verstehen. Er kann sie aber noch nicht vermeiden
  3. „conscious competent“ = > er weiß und kann Spielzüge durchführen, muss aber noch denken, bevor er Entscheidungen trifft
  4. „unconscious competent“ = > da liegt die Perfektion: er kann spielen und hat einen Zustand von mechanischen instinktiven richtigen Reaktionen erreicht.

„In der Zone“ zu sein bringt viele Vorteile mit:

  • das Gefühl der Vertrautheit und die positive Einstellung zu sich selbst, zum Team und zum Ergebnis vom Spiel
  • die Entspannung, sodass man sorglos spielt genauso wie man trainiert
  • die Konzentration auf die Durchführung der Aktion ohne Ablenkungen, Zweifel oder Interferenzen
  • das Gefühl der Kontrolle über sich selbst und das Endergebnis

Dieser Zustand dauert aber normalerweise viel weniger als man bräuchte. Warum?
Weil sehr oft Störungsfaktoren auftreten, wie zum Beispiel:

  • Ablenkungen
  • Negative Gedanken und Vorstellungen
  • Angst und Zögerung
  • Zweifel
  • Leistungskrisen

Einer der Faktoren, die uns auf eine kommende Störung der innerlichen Ruhe hinweisen können, ist die negative Selbstrede.
Versuchen wir unsere Gedanken und die „Stimmen“ in unserem Kopf während Training und Spiele zu analysieren. Besonders wenn wir Schwierigkeiten im Spiel erleben, beginnen wir unsere genauen Gedanken aufzuzeichnen: Allzuoft werden wir entdecken, dass es negative, störende Faktoren gibt, die uns außer Kontrolle bringen. Und es gibt keine Kontrolle über eine Situation oder ein Ergebnis, wenn die Kontrolle nicht zuerst auf sich selbst geübt wird!

Wie können wir also schnell „in the Zone“ zurückkommen?
Die „Zone“ ist eine vertraute Dimension, wo wir uns „zu Hause“ fühlen und unsere Leistung kontrollieren können. Wir sollten also schon im Training Techniken und Methoden ausüben, um „zu uns wiederzukommen“, vielleicht durch sehr einfache Schlagworte, die uns sofort in diese Dimension zurückbringen oder durch die Beobachtung eines Punktes im Feld, der unser Punkt ist. Das ist die Technik vom „Tracking und tracing“. Darüber werden wir aber nächsten Monat reden.


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