Jugendarbeit: 10 goldene Regeln

Ein paar gute Tipps zur Arbeit mit dem Nachwuchs in unserem Sport, zum Lernen und auch immer wieder Nachlesen.

1. Der gute Jugendcoach hat:

  • Geduld
  • Organisation
  • Flexibilität
  • Einsicht in die Denkweise und Erfahrung der Kinder
  • Verständnis für ihre Lernprozesse
  • Liebe für die Rolle des Instructors und des Erziehers
  • Aufrichtigkeit
  • Zuverlässigkeit
  • Kontaktfreude
  • Menschlichkeit
  • notwendige Strenge

2. Die besten Jugendcoaches lieben zu sehen, dass die Kinder, die bei ihnen spielen, Chances zur Entwicklung gewinnen. Sie denken an den heutigen Spaß der Kinder mit einem Auge auf ihre potenzielle Zukunft

3. Die Kinder müssen Spaß haben oder sie werden nicht mehr spielen: zugleich ist es unsere Rolle als Coaches, sie mit einer soliden Basis zu versehen, die sie später bis zur Hochleistung anwenden werden.

4. Eine solide Grundlage heißt eine Vielfalt von motorischen Erfahrungen und nicht frühzeitige Spezialisierung

5. Die Sprache, die wir mit Kindern benutzen, spricht von unserer Einstellung zur Welt, zum Sport, zu den Gegnern, zum Team; die Kinder lernen meistens durch Nachahmung von Vorbildern, ob wir das wollen oder nicht sind für eine gewissse Zeit und auf eine Weise ihre Vorbilder. Dafür tragen wir eine Verantwortung.

6. Wenn wir verstanden werden wollen, müssen wir den richtigen Ton benutzen. Besonders wichtig ist, dass wir immer POSITIV auftreten, auch wenn sie Fehler machen. Denn erst durch Fehler kann man lernen! Das bedeutet aber nicht, dass man keine Härte oder Strenge einsetzen darf: es bedeutet nur, dass LERNEN NICHT DURCH DIE ANGST VOR FEHLERN ODER VORWÜRFEN SONDERN NUR DURCH VERSTÄNDNIS UND SELBSTVERTRAUEN MÖGLICH IST.

7. Sehr wichtig ist zu verstehen, dass KINDER KEINE KLEINEN ERWACHSENEN SIND: um mit ihnen zu arbeiten, muss man sie ernst nehmen, ihre Lebensumstände verstehen, ihre Empfindsamkeit anerkennen und bereit sein, sie individuell zu behandeln, das heißt nicht nur Gruppenerlebnisse sondern persönliche, gezielte menschliche Kontakte anzubieten.

8. Abwechslung und Phantasie sind unentbehrliche Voraussetzungen für das Jugendtraining ABER wichtig ist auch, dass alles einfach und stufenweise vorgestellt wird, wobei das Thema Spaß am Spielen nie ausser acht gelassen werden sollte.

9. Nachdem der Jugendcoach verstanden hat, wie wichtig und wie schwer es sein kann, Kinder und Jugendliche zu trainieren und warum, ist es notwendig, dass er sich ständig weiterbildet und sich von Fachlehrern helfen lässt. Team-Arbeit auch auf der Seite der Coaches ist eine mögliche Antwort und ein interessantes Vorbild für die Kinder selbst.

10. Besonders wichtig ist natürlich die Beteiligung der Familien, der Schule, der Institutionen am Projekt. Wir können mit etwas Einfachem, leicht Durchführbarem anfangen und versuchen Begeisterung zu wecken. Wir können aber – im Laufe der Zeit wenigstens – NICHT alles allein schaffen: organisatorisch muss uns jemand anderer helfen. Das baut auch eine bestimmte Mentalität auf, die sich auf Mitarbeit und eigener Initiative durch die Gruppe der Mitmenschen stützt.


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