Pitching mit Sandy: Gegen das Bein pitchen

Ich greife in meinem Tipp diesen Monat eine Frage auf, die ich von Euch gestellt bekommen habe. Ich freue mich ja immer wieder, wenn ich von Euch Rückmeldung bekomme! Und dabei stelle ich immer wieder fest, daß eine Frage immer mehrere Personen interessiert. Deshalb jetzt hier das Thema: Was macht man, wenn man beim Pitchen immer über das vordere Bein „fällt“ und es einfach nicht schafft, „gegen“ das Bein zu pitchen?

Wenn wir hier in Deutschland die Pitcher anschauen, dann ist dies ein weit verbreitetes Problem. Es gibt mehrer Ursachen dafür: zum einen ist das Gewicht sicherlich zu weit vorne, zum anderen ist vielleicht auch der Schritt nicht aggresiv genug und das Abstoßen mit dem hinteren Bein fehlt zu sehr, so daß man einfach den Schwerpunkt nicht in der Mitte bzw. hinten halten kann. Wichtig ist es aber für eine gute Bewegung, daß man die Hüfte richtig öffnet, sich dabei kraftvoll mit dem hinteren Bein abstößt, den Release explosiv an der Seite des Körpers hat und dann gegen das vordere Bein pitcht. Das ist das gleiche Prinzip wie beim Werfen von oben, dabei setzt man auch die Beine fest in die richtige Richtung und wirft dann mit dem ganzen Oberkörper.

Um dies zu lernen, ist es wichtig, daß man den Unterschied fühlt! Das klingt jetzt vielleicht komisch, aber viele Pitcher können an Ihrer Bewegung nicht das Entscheidende ändern, weil sie einfach den Unterschied nicht fühlen. Manchen Pitchern hilft es, wenn sie sich selbst auf Video sehen, andere müssen es fühlen, indem sie durch ein Seil zurückgehalten werden. Oder man stellt das vordere Bein auf eine Bank hoch und pitcht aus der Seitenstellung heraus. Hauptsache man lernt den Unterschied, wie es ist, wenn das Gewicht wirklich hinten ist.

Für manche ist es auch wichtig, einen hohen Kick-Out zu machen, mit dem Gedanken, daß man mit der Zehenspitze auf den Helm vom Catcher will, denn so geht das Gewicht auch weiter nach hinten und wenn man den Fuß dann absetzt, fällt es leichter, gegen das vordere Bein zu pitchen.

Wichtig ist es, einen Weg für jeden einzelnen Pitcher zu finden, wie er wirklich versteht, um was es geht. Vielleicht hilft es auch, wenn man sich Videos von den wirklich guten Pitchern aus den USA anschaut. Besonders junge Pitcher bekommen dadurch einen guten Eindruck von der gesamten Bewegung. Je jünger sie sind, desto leichter können sie Bewegungen nachahmen. Und außerdem macht es wirklich Spaß sich die richtig guten Pitcher anzuschauen und davon zu träumen, auch einmal so gut zu sein.

Und jetzt kommt wieder meine kleine Ermahnung: wenn Ihr so gut werden wollt, wie die ganz Großen, dann fangt am besten sofort an zu arbeiten. Verschenkt keine Zeit und gebt Euch nicht so schnell mit dem zufrieden, was Ihr vermeindlich schon könnt, sondern wollt immer noch ein bißchen mehr.

Alles Gute bis zum nächsten Mal und vergeßt nicht, Eure Fragen an mich zu stellen.

Eure Sandy


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