Pitching mit Sandy: Griffarten

Ich bin von Einigen darauf aufmerksam gemacht worden, daß ich schon so viel über die ganze Bewegung gesprochen habe, aber noch nicht über etwas ganz Grundlegendes: den richtigen Griff.
An dieser Stelle übrigens vielen Dank für Eure tollen Anregungen, schreibt mir bitte jederzeit, wenn Ihr eine Frage oder einen Vorschlag habt – bloß keine Scheu!

DER FASTBALL

Für den Fastball nehmen wir den Ball über alle vier Nähte, so kann er die beste (schnellste) Rotation erreichen. Wichtig ist es dabei, daß Ihr den Ball möglichst nur mit den Fingerkuppen ganz fest auf den Nähten faßt, damit Ihr beim Release einen richtig festen Druck auf den Ball ausüben könnt. Je größer Eure Hand ist, desto leichter fällt Euch das am Anfang. Aber keine Bange, auch mit recht kleinen Händen (ich habe selbst im Vergleich zu meiner Körpergröße Zwergenhände) kann man das lernen.

Trainiert Euer Handgelenk und Eure Kraft in den Fingern, in dem Ihr Euren Unterarm auf Euer Knie auflegt, so daß das Handgelenk vorne überhängt, und dann versucht, einen Ball nach oben zu „flippen“. Dabei ist nicht die Höhe, sondern die Schnelligkeit der Rotation entscheidend. Je mehr Ihr den Druck Eurer Finger erhöht, desto schneller rotiert der Ball.

Bei der Bewegung ist es wichtig, daß die Rotation des Balles „gerade“, d.h. mit der ganzen Kraft nach vorne in Richtung Catcher ist, damit wir keine Kraft und damit Schnelligkeit verschwenden. Eine gute Art dies zu kontrollieren ist, wenn Ihr Euch einen Klebebandstreifen um den Ball klebt (über die vier Nähte) und wenn dieser dann bei Eurem Pitch senkrecht ist, habt Ihr einen sauberen und guten Release. Es macht wirklich Sinn, immer mit so einem Streifenball zu trainieren, weil Ihr dann bei allen Übungen (auch in der Seitenstellung) immer die Rotation sehen und eventuell korrigieren könnt.

DER CHANGE-UP

Zum Thema der Griff des Change-Up kann man sicherlich ganze Bücher füllen, denn es gibt ganz viele verschiedene Arten, den Speed aus dem Wurf zu nehmen. Ich kann Euch hier nur einige grundlegende Tipps geben. Es ist so, daß Ihr die Finger von den Nähten nehmt, um die Rotation zu verlangsamen. Außerdem wird der Follow-Through nicht mehr „sauber bis zur Nasenspitze gemacht“, sondern man versucht auch hier, abzubremsen und Geschwindigkeit aus dem Wurf zu nehmen.

Das wichtigste überhaupt ist, daß die Bewegung (hauptsächlich der Armkreis) nicht verlangsamt wird! Der Schlagmann kann das ganz früh und leicht erkennen und wird Euch den Ball um die Ohren schlagen. Ihr müßt ehrlich zu Euch sein, wenn der Catcher oder der Coach Euch sagen, daß sie den Change-Up sehen, dann werft ihn im Spiel auch nicht. Die Bewegung beim Change-Up muß bis auf den Follow-Trough identisch zu der des Fastballs sein, Ihr müßt ihn so gut verstecken können, daß man ihn erst dann sieht, wenn der Ball unterwegs ist, denn nur so könnt Ihr den Schlagmann wirklich überraschen.

Als letzten Tipp: Trainiert den Change-Up zusammen mit dem Fastball, vielleicht abwechselnd, denn Ihr müßt immer kontrollieren, ob er wirklich richtig viel langsamer ist und ob er gut versteckt ist. Arbeitet daran, daß der Change-Up eher tief in die Zone kommt und vielleicht auch über eine Ecken geht. Ein hoher Change-Up in der Mitte von der Plate geht ins Auge. Glaubt mir das, ich habe so meine Erfahrungen, also immer tief und über die Corners.

Wenn Fragen sind, meldet Euch bei mir sandy@fastpitchchallenge.de!
Ansonsten viel Spaß im Training und erfolgreiche Spiele! Und denkt immer an Eure Kondition, die Saison ist noch lang!

Eure Sandy


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