Rundown Tipps

In spannenden Spielsituationen kommt immer ein komplizierterer Spielzug, der plötzlich alles entscheidet. Der Rundown kann auch dazu zählen.

Wie oft sehen wir denn ein Aus, das plötzlich ein Punkt wird oder umgekehrt und müssen wir uns endlich in die Hände beißen!
Dabei müssen wir uns aber fragen, ob wir den Rundown, so wie viele andere Fertigkeiten in unserem Sport, richtig vorbereitet haben.
Es reicht nämlich nicht zu „sagen“, was die Spieler machen sollen: dieser Spielzug braucht richtige Vorbereitung und regelmäßige Übung.
Ich bin davon überzeugt, dass die Technik von Anfang an richtig beigebracht werden soll.
Man kann sicherlich vermeiden ein technisches Thema ganz zu behandeln aber gute Grundlagen bleiben für immer.
Deswegen möchte ich hier auf einige gemeinsame Nenner dieser Fertigkeit hinweisen:

a. Laufrichtung
b. Wurftechnik
c. Timing und Absprache
d. Tag

Laufrichtung

Die Spieler laufen parallel zum Runner, der auf der Baselinie sich bewegt. Innerhalb oder außerhalb der Linie ist eigentlich egal (ich bevorzuge innerhalb der Linie Richtung Mitte des Feldes, damit das Abdecken auch einfacher ist).

Die Bewegung der Spieler ist dem Ball folgend: sie werfen den Ball und laufen weiter in Wurfrichtung. Dabei kreuzen sie sich nie und sie kreuzen auch nie den Läufer. Eine Berührung mit dem Läufer ohne Ball in der Hand bedeutet für ihn den freien Weg zum Base.

Absolut wichtig: Nicht über dem Kopf des Runners werfen! Dadurch hat man die meisten Wurffehler bei Rundowns.

Wurftechnik

Der Wurf bei einem Rundown hat kein Wind-up. Der Ball soll die ganze Zeit für die Mitspieler sichtbar, also hoch über dem Ohr des Werfers sein. Die Aktion der Hand ist sicher und schnell nach vorne wie beim Dart-Throw, mit dem Ball fest in der Hand und den Fingern und dem Releasepunkt vor den Augen des Werfers.

Timing und Absprache

Wenn der Ball zu früh geworfen wird, bleibt dem Runner zuviel Raum, so dass er es immer noch schafft seine Laufrichtung zu ändern. Deswegen ist das richtige Timing zwischen Werfer und Empfänger von großer Bedeutung. Es gibt verschiedene Weisen, um den Ball zu „rufen“, entweder mit richtigen Worten wie „Jetzt“ oder „Go“ oder mit einem Handzeichen.

Hauptsache: der Ball wird gerufen, wenn dem Läufer nur zwei Meter bis zum Empfänger fehlen.

Tag

Ein weiterer Schlüssel zum erfolgreichen Rundown ist die Technik beim Tag.

Erstens ist es wichtig zu unterstreichen, dass der Empfänger sich vor das Base stellen muss, damit der Läufer immer weniger Raum hat.

Zweitens ist das Timing mit dem Werfer kritisch. Aber noch entscheidender ist die Bewegung in das Tag, das dem Empfänger Schwung genug gibt, um den Läufer sicher zu berühren.

Viele Rundowns beginnen richtig, bleiben aber erfolglos, weil der Tag nicht effektiv ist.

Ein Tipp für das Training: trainiert alle diese Bestandteile zuerst getrennt und geht langsam weiter mit den Spielsituationen. Am besten benutzt am Anfang Incrediballs oder leichte Bälle.


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