Running back

Letzten Monat haben wir mit dem Thema Flyballs für Outfielder angefangen. Dieses Mal gehen wir weiter und reden über Bälle hinter dem Rücken des Outfielders.

Eine Voraussetzung ist – wenn nicht die wichtigste – dass das Outfield die Reaktion auf den Ball schon gleich nach dem Kontakt mit dem Schläger trainiert. Die allererste Entscheidung kann nämlich viel kosten, wenn es falsch ist: Richtung und Tiefe des geschlagenen Balles sind sofort festzustellen. Dementsprechend wird dann der Outfielder beginnen sich zu bewegen. Wenn ein Schlag weit hinter dem Outfielder landen wird, beginnt er sofort sich in die Richtung zu bewegen. Dabei entstehen verschiedene Situationen:

  1. Der Ball fliegt schnell Richtung Zaun => der Outfielder dreht sich normalerweise in Richtung der Handschuhseite und beginnt mit voller Geschwindigkeit zu laufen, so dass er Zeit hat auf den Ball zu warten; er erwartet den Ball vor sich und richtet seinen Blick nach oben, während er beide Hände vor sich offen hält.
  2. Der Ball fliegt hoch hinter dem Outfielder, der schätzt, ihn nach 4 – 5 Schritten fangen zu können = > er bewegt sich schnell in eine der zwei Richtungen, indem er einen drop step macht und sich seitlich stellt und läuft: er läuft also mit der Schulterlinie schräg (in „offener Position“) und der Kopf immer Richtung Ball.
Sobald er unter dem Ball ist, dreht er sich und versucht den Ball in einer ausgeglichenen Position zu fangen, die ihm auch erlauben wird einen schnellen genauen Wurf zu machen.
  3. Der Ball fliegt hoch und auf eine Richtung – rechts oder links vom Outfielder. = > Die erste Bewegung ist ein drop step in die Richtung; der Outfielder läuft mit schräger Schulterlinie und Augen ständig auf dem Ball. Er versucht immer eine ausgeglichene Fangposition zu haben und sich im voraus auf den Wurf vorzubereiten.

Was ist ein drop step?

 Darunter verstehen wir einen Schritt, der die Bewegung nach hinten beginnt. Das Gewicht wird praktisch auf den Fuß „fallen lassen“, der den Schritt macht. Dabei dreht sich der Körper zur Hälfte und stellt sich schräg zum Ziel, um schneller laufen zu können. TIPP: Beim drop step zuerst den Hintern nach hinten schieben! Das ist eigentlich der schwerste Körperteil! 🙂 Die Aktion der Arme nicht vergessen! Sie sind wesentlich in der Beschleunigung des ganzen Körpers und bei jeder Richtungsänderung. 

Doppelte Richtungsänderung Aufgrund falscher Einschätzung oder einfach wegen der Wirkung des Windes kann passieren, dass der Outfielder die Laufrichtung zweimal ändern muss.
Deswegen ist es wesentlich, dass er das lernt, besonders den Kopf und den Rücken nicht zu drehen, sondern durch eine Pivot-action der Füße die Laufseite zu wechseln. DRILLS

 Die Technik vom Outfield work ist ein progressiver Aufbau. Es ist eigentlich ganz falsch zu denken, dass schnelle Beine alles machen können: ein Outfielder mit schlechter Technik ist dagegen sehr selten fehlerfrei, auch wenn er schnell ist.
Versucht immer klare Vorstellungen von den Grundbewegungen zu haben und diese Bewegungen Schritt für Schritt von kurzer Entfernung zu wiederholen. Zuerst arbeitet mit getossten Bällen, so dass der Schwerpunkt die Technik ist und nicht die Schätzung von Entfernung oder Geschwindigkeit des Balles.
Versucht Übungen für Outfielders auch als Konditionsübungen zu benutzen, um Zeit zu sparen und mehr Wiederholungen zu erlangen.
Erst nachdem die Technik beherrscht wird, solltet ihr euren Outfieldern im Feld Bälle zuschlagen. Wenn große Probleme bei der Grundtechnik entstehen, habt keinen Zweifel und kommt zurück zu den Basics von kurzer Distanz.


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