Running Bunt

In diesem Artikel stellen wir den Running Bunt vor mit der Beinarbeit, der Armarbeit und der Ablauf der Lernprogression.

 

Technik:
Bei der Technik ist zwischen der Arm- und der Beinarbeit zu unterscheiden:

1. Beinarbeit:

Wir haben 3 Methoden:
a) 3 Schritte: crosstep linker Fuss – Landung rechter Fuss – crosstep linker Fuss => Kontakt erfolgt mit Fuss noch in der Luft
b) 1 1/2 Schritte: rechter Fuss kommt zurück (loading) – crosstep linker Fuss – Landung rechter Fuss = > Kontakt mit rechtem Fuss auf dem Boden (wie beim Schlagen)
c) 1 Schritt: crosstep linker Fuss => Kontakt beim Landen

Welche dieser Methoden man am Ende wählt, ist sicher eine Frage des Geschmacks. Entscheidend ist, was für die einzelne Spielerin am besten funktioniert. Bei der Entscheidung sollte man allerdings folgendes in Betracht ziehen: handelt es sich um echte Lefties, die auch den running slap von links beherrschen und schlagen können, bzw. um Righties, die aber von der linken Seite zumindest auch slappen können, ist Methode b) oder c) von Vorteil. Hier kann die Position in der Box auf Grund der wenigen Schritte quasi wie beim Schlagen beibehalten werden, sodass die Defense nicht bereits an der Position des Batters den Bunt erkennen kann.

2. Armarbeit:

a) Bei der Armarbeit ist darauf zu achten, dass die Hände zumindest bei Anwendung der Beinarbeit b) und c) sofort beim ersten Schritt wie bei einem sacrifice bunt nach vorne kommen. So ist gewährleistet, dass man einerseits genügend Platz hat zum Nachgeben, um dem Ball wirklich mit soft hands die Geschwindigkeit zu nehmen, und andererseits kann man den Ball leichter mit den Augen bis zum Kontaktmoment verfolgen und hat folglich mehr Kontrolle. Auch kann man nur so sicher sein auch einen schnellen inside Pitch noch erfolgreich bunten zu können. Gerade der inside high pitch wird bei running buntern von links gerne in Kombination mit outside low vom Catcher gecallt.

b) Wichtig ist, genau wie bei den normalen Buntarten, dass die Keule beim Kontakt nicht parallel zum Boden ist, sondern zumindest einen leichten Winkel nach oben hat, um foul balls nicht zu easy pop ups für den Catcher werden zu lassen.

c) Die Spielerin sollte in jedem Teil der Bewegung kontrolliert und kompakt bleiben. Oft sieht man, dass Spielerinnen sich nicht nur auf Grund der Beinarbeit auf den Ball zu bewegen, sondern auch dazu neigen, sich mit dem Oberkörper nach vorne fallen lassen.
Das hat folgende Nachteile:
– der inside high ist fast unmöglich zu bunten
– wir verlieren Geschwindigkeit beim Laufen, was ja gerade die Stärke der running bunter von links sein sollte
– führt häufig zu pop ups, da der gesamte Körper „unter den Ball fällt“
– die Kontrolle des Schlägers wird im Allgemeinen sehr schwer

Die Ursache für diese falsche Bewegung ist oft ein falsches Timing: wenn die Spielerin zu früh mit der Bewegung startet, ist sie bereits am Ende ihrer Schrittfolge angekommen, bzw. am Ende der Batters box, wenn der Ball dagegen noch nicht da ist und müsste nun eigentlich auf den Ball warten. Als Kompensation wird sie sich nach vorne lehnen und dem Ball entgegen gehen.

d) Die Ausgangsposition der Hände sollte mindestens Schulterhöhe sein und auch beim Erwarten des Balles mit ausgesteckten (aber natürlich leicht gebeugten) Armen beibehalten werden, da es einfacher ist, von oben nach unten auf einen tiefen Ball zu reagieren, als umgekehrt von unten nach oben auf einen high pitch.

3. Lernprogression:

a) Zuerst nur Fussarbeit üben – eine Linie benutzen und der Linie entlang sich bewegen = > offene Körperposition und rechte Hüfte zum Pitcher. Wiederholungen mit einem Swiftstick, erst dann mit einem leichten Schläger
b) Dann separat Arme und Hände trainieren – beide Techniken üben
c) Tee-Arbeit: Technik und Kontakt üben
WICHTIG: Nicht das Laufen bremsen! Suchen nach Automatisierung der Bewegungen und Bat-Kontrolle.
Inside/outside Kontaktpunkte
d) Timing: Front toss mit whiffle balls, am besten mit Pitching-Bewegung – Maschine
e) Live pitching:
a. tracking the ball = > pitch selection
b. hitting inside / outside = > plate coverage
c. situational hitting mit Läufern und Counts


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