Seeing the ball – Vision drill

„Schau den Ball an!“ – doch wieso können einige Leute den Ball besser schlagen als andere obwohl auch diese den Ball bloss „anschauen“?
Nun, der Unterschied liegt darin, dass den Ball ANSCHAUEN und den Ball SEHEN zwei völlig verschiedene Dinge sind. Ersteres sagt dem Gehirn bloss, dass ein Ball vorbeigeflogen kam während ein gesehener Ball Informationen über Geschwindigkeit, Rotation und Lokalisation übermittelt. Informationen also, die man unbedingt braucht um den Ball schlagen zu können.

Wie gelangt man zu diesen wertvollen Infos? Man muss sich klar werden WIE, WO und WANN diese zu holen sind …. eine kleine Hilfe:

WIE:

  • unsere natürlichen Ressourcen nutzen, d.h. mit BEIDEN AUGEN zum Pitcher schauen
  • Blickwinkel nicht verändern, wenn möglich die Augen horizontal behalten
  • Nicht versuchen die Augen zu lange offen zu halten – kurz vor dem wind-up des Pitchers nochmals bewusst blinzeln
  • Ball mit den Augen „verfolgen“
  • Augen bei Ballkontakt nicht schliessen! (Klingt verrückt, kommt aber vor ..)

WO:

  • Der Ball gibt Informationen ab solange er fliegt, also auf dem gesamten Weg vom Pitcher zum Kontaktpunkt

 

WANN:

  • Ab dem Moment des Releases
  • Bis möglichst nahe an den Kontaktpunkt (sollte man denn schlagen)

Hat man sich einmal die Fähigkeit den Ball wirklich zu SEHEN antrainiert kann man beinahe alles schlagen – von Softbällen bis hin zu Korken und Flaschenverschlüssen. Das Geheimnis ? Ein Objekt das man wirklich sieht nimmt man so bewusst wahr, dass es einem vorkommt es habe die Grösse eine Wassermelone.

Hier eine Übung um den Ball besser sehen zu lernen aber auch um die Koordination zwischen Händen und Augen etwas zu trainieren:

A.
Material: 1 Ball verschiedener Grösse (Softball, Tennisball, Golfball)

Gruppen zu 3 Personen – aufteilen in Hitter, Pitcher, Catcher

Vorgehen: Pitcher wirft dem Catcher (ohne Ausrüstung!) die Bälle zu – hohe Bogenbälle aus ca. 20m
Hitter steht in normaler Battingposition neben dem Catcher

Ziel: Hitter „verfolgt“ die Bälle mit den Augen bis in den Handschuh des Catchers

Varianten: Mit der Zeit können

  1. die Bälle kleiner werden
  2. die Distanz verringert werden
  3. die Würfe flacher und schneller werden

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