Tee- und Toss-Drills

Zur Erinnerung: Tee- und Toss-Drills dienen dazu an den unterschiedlichen Elementen des Schwunges isoliert zu arbeiten. Daher setzen sie – wenn korrekt durchgeführt – ein ziemlich hohes Mass an Konzentration voraus.

Nachfolgend ein Auswahl unterschiedlicher Tee und Toss Drills zu verschiedenen Schwerpunkten

GLEICHGEWICHT

Eingeklemmter Fussball
Vorgehen:
Ein nicht prall gefüllter Fussball oder Basketball wird etwas oberhalb der Knie zwischen die Beine geklemmt. Normale Battingstance einnehmen und entweder vom Tee schlagen oder sich Bälle von schräg vorne tossen lassen.
Focus:
Bei Verlagerung des Schwerpunktes zum Ball hin oder bei Verlust des Gleichgewichtes fällt der Ball runter. Gesucht wird eine kompakte, kontrollierte und stabile Bewegung/Rotation der Hüfte und Beine.

Hohe Tosses
Vorgehen:
Normale Stance einnehmen, ein Coach tosst aus ca. 10m Distanz hohe Bogenbälle (ca. 3m hoch) in die Hitting Zone, beinahe wie Slow Pitch Softball
Focus:
Batter muss mit schlagen warten bis der Ball in der Hitting Zone ist. Das Gewicht soll nicht zum Ball hin verlagert werden, kein „nach-dem-Ball-fischen“. Die Hände müssen hinten bleiben bis der Schwung explosiv durchgeführt wird.

 

FÜHRUNG DER HÄNDE

Tennisball werfen
Vorgehen:
Kein Bat, Stance einnehmen, in der oberen Hand wird ein Tennisball gehalten (nur mit 3 Fingern, wie Baseball). Schwungbewegung ausführen, der Ball wird zum Zeitpunkt des Wrist Snap „geworfen“. Festlegen ob man auf einen Inside oder Outside Pitch schwingt. Dementsprechend muss der Ball in Richtung 1st oder 3rd Base fliegen.
Focus:
Werden die Hände vom Körper weggeführt kann der Tennisball nicht problemlos die richtige Flugbahn einnehmen, da das Bewegungsausmass des Handgelenkes eingeschränkt ist.

Karate mit Ball
Vorgehen:
Am besten eignet sich ein Schaumstoffball, Tennisball oder Whiffleball dazu. Der Ball wird vom Partner von vorne getosst und vom Batter mit dem Ellbogen des Führungsarmes geschlagen. Nach diesem Kontakt wird die
Bewegung zu Ende geführt, d.h. der Ellbogen gestreckt
Focus:
Isoliert das Gefühl des richtigen Weges und Bewegungsfolge im vorderen Arm – die Aktion des Ellenboges kommt immer vor irgendeiner Bewegung des Handgelenkes.

Tuch in Achselhöhle
Vorgehen:
Ein Batting Glove, Paar Socken, Tuch oder ähnliches in die Achselhöhle des vorderen Armes klemmen und normal vom Tee schlagen
Focus:
Der Weg der Hände sollte körpernah bleiben. Das eingeklemmte Objekt darf erst nach Beendigung des Follow Throughs herausfallen.

Zaun
Vorgehen:
Im Abstand von einer Batlänge vor einen Zaun oder eine Wand stehen (Bauchnabel zeigt zum Zaun hin) und vom Tee schlagen – anfangs vielleicht auch nur leere Schwünge, nach Möglichkeit mit einem alten Bat.
Focus:
Hände körpernah führen, der Kontakt Zaun-Bat darf nicht sein. Das „Hindernis“ zwingt zur korrekten Bewegung. Auch eignet sich diese Übung gut für Spieler die im Spiel in schlechte Angewohnheiten zurückfallen. In diesem Falle die Übung mit getossten Bällen von vorne durchführen.

2 x Tee
Vorgehen:
2 Tees hintereinander aufstellen, wobei das vordere genau um eine Ballbreite höher sein muss als das hintere. Die beiden Tees können für inside Pitches, Bälle durch die Mitte oder für outside Pitches hingestellt werden.
Nun versucht man nur den vorderen Ball zu schlagen, der Ball auf dem tieferen Tee sollte unberührt bleiben.
Focus: Direkte Führung der Hände zum Ziel – ein „fallen lassen“ der Hände wird vermieden.

 

BAT SPEED

Toss von hinten
Vorgehen:
Bälle werden von hinten durch die Strike Zone geworfen, also von Catcher zu Pitcher. Normale Stance für Batter welcher nur den Kopf dreht um den Ball kommen zu sehen. Den Schwung erst beginnen wenn der Ball die Homeplate überquert hat. Wichtig: das Ziel des Tossers ist nicht die Homeplate beim Batter, sondern liegt mindestens 3/4 m weiter hinten (in Wurfrichtung). Der Ball sollte auch möglichst gerade durch die Zone fliegen, also wenn möglich keine hohen Bogenbälle werfen.
Focus:
Möglichst lange mit der Auslösung des Schwunges warten, keine Gewichtsverlagerung vom hinteren Bein nach vorne, Hände nicht fallen lassen, versuchen den Kontaktpunkt Ball – Bat zu sehen.
Ist der Schwung zu langsam ausgeführt wird der Ball nicht geschlagen sondern vielmehr in Wurfrichtung weitergeschoben.


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