Tipps für junge Catcher

Über die Catcherposition kann man durch reines Zuschauen schon sehr viel lernen. Deshalb sollten sich besonders junge Spieler möglichst viele Spiele, auf möglichst hohem Niveau, ansehen. Es ist sinnvoll, wenn man sich Vorbilder nimmt und versucht, bei ihren Spielen immer wieder andere, wichtige Aspekte an ihnen zu beobachten:

Wie geht der Catcher mit den Umpires um? Wie „führt“ er den Pitcher? Wie hält er das Feld zusammen und wie leitet er das Spiel? Wie präsentiert sich der Catcher? (Es gibt natürlich noch viel mehr Punkte, die man besonders analysieren kann!)
Es ist umso besser, wenn man sich Spiele auf höherem spielerischen Niveau anschauen kann; z.B. auf einer DM, EM oder einem Europacup. Je besser die Catcher-Vorbilder, desto mehr hat man als „Zuschauer“ davon.

Trotzdem ist das genaue Analysieren und Beobachten alleine fast nichts wert. Es gibt keinen einzigen, richtigen Weg, den man bei irgendwelchen Spielern abschauen kann und den man dann nur noch einfach nachgehen muss. Man muss als junger Catcher versuchen, das Gesehene für sich auszuprobieren und sich das Beste herauszusuchen, mit dem man dann weiterarbeiten will/kann. Man kann besonders in jungen Jahren viel testen und sollte das auch machen. Durch das selbstständige Ausprobieren sollte man schließlich eigene Wege entwickeln und zu seinem eigenen besten „Stil“ kommen.
Wichtig ist also: Viel anschauen und für sich selbst testen und nur das Beste (was man von den besten Catchern hat) für sich behalten – darauf aufbauen – schließlich seinen eigenen Weg entwickeln.
Natürlich darf man bei dem Ganzen niemals die eigene Technik und die Basics vernachlässigen. Alle Vorbilder nützen gar nichts, wenn man keine Basis hat, auf der man sie ausprobieren kann. Darum ist es wichtig, immer wieder sowohl die Basics, als auch natürlich Advanced Plays zu trainieren. An erster Stelle sollte immer die eigene Weiterentwicklung stehen, man muss also vor allem „sich selbst“ trainieren (bevor man „den anderen“ zuschauen kann)! – Die angebotenen Clinics und Fortbildungen tragen sicher dazu bei.
Auch sollte man seine mentalen Fähigkeiten trainieren. Der Catcher spielt eine der, um nicht zu sagen die wichtigste(n) Rolle(n) im Feld, er muss immer präsent sein, die Ruhe bewahren können und sollte
(selbst wenn es manchmal schwer fällt) zu den Umpires immer freundlich sein. Er muss den Pitcher führen und ist somit die Schlüsselfigur, die das Spiel zu leiten hat. Natürlich gilt auch hier der Grundsatz: learning by doing! Trotzdem ist es auch sinnvoll, sich Spiele anzuschauen und sie so bewusst „mit durchzuspielen“, als wäre man selbst der (spielende) Catcher. Man sollte dabei „vorausdenken“ und sich zu jeder Spielsituation und zu jedem Schlagmann (und Count) die Pitches überlegen und kontrollieren, welche Pitches die „Vorbild“-Catcher wirklich fordern. So hat man gleich eventuelle Alternativen (Korrekturen) und/oder die Bestätigung und kann so viel praxisnäher lernen.

Um das ganze zusammen zu fassen:
Sich vieles anschauen ist gut, weil man sehr viel dabei lernen und sich gute Sachen von Vorbildern abschauen kann. Trotzdem ist das Wichtigste, sich selbst in der Praxis weiter zu entwickeln; durch das kontinuierliche Trainieren der Basics etc. und selbstständiges Ausprobieren, bis man schließlich seinen eigenen Weg und den für sich besten Stil gefunden hat.


Autor des Artikels: Download Artikel als PDF

Der gesamte Inhalt dieser Webseite unterliegt dem Urheberrecht, jeglichen Veröffentlichung von Texten oder Bildern bedarf der ausdrücklichen Zustimmung des jeweiligen Autors. Anfragen bitte über Kontakt