Working with the target

Es ist wichtig, daß wir mit der ganzen Breite und Höhe des Targets arbeiten: nach den Regeln ist ein Pitch ein Strike, wenn er auch nur irgend eine Ecke der Strikezone berührt. Das bedeutet doch für den Pitcher, daß er einen Pitch werfen können muß, der an allen vier Ecken „kratzen“ kann oder auch einmal ganz bewußt ein Ball ist. Das heißt: inside, outside, high und low. Es ist also von großer Wichtigkeit, daß der Fastball entsprechend exakt platziert werden kann. Auf einmal hat ein Pitcher, der nur einen Fastball hat, vier verschiedene Pitches, weil er auf vier verschiedene Corners werfen kann.

Sicherlich gibt es verschieden Entwicklungsstadien eines Pitchers: die Anfänger sollen natürlich in erster Linie Strikes werfen. Man spricht gerne davon, daß hier ein erstes Ziel ist, ein Inning ohne Walk zu pitchen. Und jeder weiß, ob als Coach oder Pitcher, das ist oftmals schon eine große Herausforderung.

Wenn die jungen Pitcher in ihrer Entwicklung eine Stufe weiter gehen, dann macht es Sinn, die Strikezone in inside und outside zu unterteilen. Zur besseren Orientierung kann man im Training ruhig die Homeplate mit einem Tapestreifen in zwei Hälften teilen und dann abwechselnd in und out pitchen. Vielen Pitchern fällt das einfacher, wenn man besonders zu Beginn in Pyramiden arbeitet: d.h. man pitcht fünf Mal hintereinander inside, danach fünf mal outside, dann vier Mal jede Seite, dann drei mal usw. Das macht es ein bißchen einfacher, als sofort zu Beginn immer einen Pitch inside und einen outside zu pitchen.

Etwas Grundsätzliches muß man direkt an dieser Stelle sagen: Kontrolle-Arbeit ist eine Qualitätsarbeit. Man muß immer in dem Rahmen bleiben, den ein Pitcher aufgrund seiner Kondition und Konzentration pitchen kann. Die Anzahl der Pitches pro Trainingseinheit muß also gut gewählt sein. Außerdem muß der Catcher streng und ehrlich sein, ein Pitch ist nur gut, wenn er wirklich in der entsprechenden Corner war. Es gibt hier kein ungefähr… Vielen Catchern fällt genau das besonders am Anfang schwer, aber sie tun dem Pitcher keinen Gefallen, im Gegenteil, wenn im Spiel auf einmal die Bälle bis an den Zaun fliegen, spätestens dann sagt keiner mehr, daß der Pitch so ungefähr in der richtigen Location war.

Wenn man die Arbeit in den zwei Hälften bewußt und gezielt abgeschlossen hat, dann kann man high und low dazunehmen, aber sicherlich schon auf den Corners. Das Prinzip wird spätestens hier klar: man arbeitet von der Mitte weg zu den Corners. Dazu kann man die Homeplate dritteln und natürlich ist das Ziel, daß kein Pitch mehr durch das mittlere Drittel fliegt. Wichtig ist dabei immer, daß der Pitcher nicht anfängt, bei der Kontrollarbeit zu zielen und Speed rausnimmt, alles muß immer mit maximaler Geschwindigkeit erfolgen und auch entsprechend trainiert werden. Auch hier ist wieder ein strenger Coach oder Catcher gefragt.

Für`s Training gibt es hier viele Möglichkeiten: man pitcht ein „L“ oder ein „X“ und dreht das beliebig um die Corners herum. Oder man pitcht Sequenzen, die man vielleicht auch im Spiel gerne benutzt: inside high – outside low – inside low oder inside low – inside high – outside low. Hier kann man alle denkbaren Kombinationen mit in den Trainingsplan aufnehmen. Später wird dann immer ein Pitch in einer solchen Sequenz durch einen Breaking-Pitch ersetzt.

Eine Steigerung hierzu ist die Arbeit in den Corners: man unterscheidet einen Pitch, wo der Ball nahezu komplett über die Plate fliegt, zu einem, der Die Plate nur krazt und den wiederum zu einem deutlichen Ball. Die Pitcher müssen lernen, diese Breite der Homeplate voll zu nutzen. Auch hier gibt es diverse Übungen: nur als Beispiel inside low Strike- outside low Ball – outside low Strike – inside high Strike. Hier gibt es später sicherlich auch die Möglichkeit, einen Breaking-Pitch mit einzubauen.

Wichtig ist, daß man diese Arbeit mit dem Target auch immer wieder im Training mit einem Schlagmann macht, sowohl mit Battern von rechts, als auch mit Battern von links. Man muß versuchen, möglichst spielnahe Situationen im Training zu schaffen, sonst kann man im Spiel nicht zu seiner Routine finden. Sicherlich bietet es sich an, Counts zu pitchen und Situationen mit Läufern auf Base durchzuspielen. Grundsätzlich gilt immer, daß es reine Zeitverschwendung ist, wenn man einen Pitcher einfach so auf den Hügel stellt, damit er halt mal Batting-Practise wirft, das bringt keinem was. Spielsituationen sind nicht nur für den Pitcher besser, sondern besonders auch für den Schlagmann.


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